• Eva Kaufmann

Eigentlich ist doch gerade Frühling

Gerade als unsere Antennen dabei waren, das Zarte zu erspüren, dass sich draussen regte, fanden wir uns von heute auf Morgen im drinnen wieder. Unfreiwillig.


Eine Befindlichkeit von Eva Kaufmann.


Was das mit uns macht? Drin sein? So viel und mit uns allein. Oder mit unserer Familie oder den Mitbewohnern. Es macht sehr viel. Jeder kennt seine eigenen Antworten darauf. Bemerkenswert ist das. Und außergewöhnlich im wahrsten Sinne des Wortes. Verwirrend bis beängstigend auch. 
 Und immer wieder ist da der Griff nach den Nachrichten. Was gibt es Neues? Sinken die Zahlen? Was macht das Nachbarland? Ist "der Spuk" denn bald vorbei? Wache ich morgen auf und ich habe nur geträumt? Wer sagt was, und wie denke ich darüber? Telefonieren. Sprechen. Schreiben. Lesen. Gedanken aufnehmen. Verdauen. Neu denken. Aber auch in sich gehen. Aufräumen. Betreuuen und gestalten. Nachdenken. Fühlen. Das ganze in Reinform, da so gut wie terminfrei. Unterbrochen nur vom Tagesrhythmus, dessen Mahl- und Schlafenszeiten. Und dem Gang Lebensmittel zu holen; beinah einzig legitimier "Ausbruch". Schon eigen. So artig. Für mich auf jeden Fall. 
 Nachbarn sehen, die man nie sah. Ihre Namen kennenlernen. Gespräche führen, die man sich nicht im Traum vorstellen konnte. Langsamer treten. Zwangsläufig. 
 Und dann die Fragen: Wie geht es mir? Wie geht es einem Land, einer Nation - eigentlich der ganzen Erdgemeinschaft? Was ist geschehen? Etwas begreifen wollen was unbegreiflich ist. Ein Versuch. Vergeblich? Immer neu. Einordnen wollen um es zu beherrschen; unmöglich. An Grenzen stossen und diese akzeptieren lernen. 
 Und immer diese Flut. Die Flut der "bad news". Schwapp. Schwapp. Abschalten. Weggucken, Nicht hinhören. Geht auch nicht. Nicht wirklich. Was dann? 
 Nochmal hinsehen - genauer. Lauschen... pssst... Und etwas entdecken. Hey? Ja! Da sind sie - ich seh sie da liegen: die Möglichkeiten, die Ideen, die Inspirierenden unter uns, die ins Handeln übergehen, jene die gerade Ressourcen frei haben und aus der Introspektive jetzt damit ins Aussen gehen. 
 Nicht liegenlassen, Marker holen und hervorheben. Ja so. Genau. Was kann ich tun? Meine Mantra Frage. Genau das. Meine Antwort. 
 Einen neuen Fokus setzen und die Berichtserstattung ergänzen, mit der guten Nachricht auf good news.

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